Das erste Probewochenende mit dem Globe 4 von Dethleffs

Das erste Probewochenende mit dem Globe 4 von Dethleffs - Stellplatz.Info

Oh wie war ich aufgeregt als ich die ersten Meter mit diesem Ungetüm fahren durfte. Aber wir haben das Wochenende gut und vor allem komfortabel überstanden. Das Wohnmobil ist wirklich toll mit ein paar kleinen Eigenheiten, die aber kaum ins Gewicht fallen.

Ein tolles Fahrerlebnis

Als Besitzer eines 90 PS Turbo Diesels weiß ich, was es heißt nicht immer beschleunigen zu können. Darum war ich auf eine gemütliche Fahrt gefasst. Doch ich lag falsch! Dank der ausgiebigen Motorisierung basierend auf einem Fiat Motor ging es mit dem Globe 4 schnell und zügig nach Vorarlberg (ca. 380 km) und dann über den Pass Thurn wieder zurück (ca. 430 km). Das Fahrwerk ist traumhaft und erwies sich auf allen gefahrenen Straßen als solide. Wir konnten das Fahrzeug auf Landstraßen, Autobahnen, Bergstraßen und Zufahrtsstraßen testen. Natürlich sind die Ausmaße des Reisemobil gewöhnungsbedürftig. Vor allem die Breite machte mir bei den ersten Autobahnbaustellen mit engen Passagen zu schaffen. Dank der zusätzlichen unteren Seitenspiegel die mir immer den Abstand zum Straßenrand zeigten, erlangte ich schnell ein Gefühl für die Dimensionen des Fahrzeugs. Das 6gängige Getriebe war super zu bedienen, auch die Lenkung war äußerst präzise. Während der Fahrt gab es keine weiteren nennenswerten Vorkommnisse, bis auf das kleine Ärgernis, dass es im Führerhaus keinen vernünftigen Getränkehalter gibt.

Der fast perfekte Innenbereich

Da wir zu Besuch bei Verwandten waren und somit nicht von irgendwelchen Angeboten auf einem Campingplatz abgelenkt wurden, konnte ich mich ganz auf den Komfort und die Funktionalität des Innenraums konzentrieren. Bis auf die Kochmöglichkeit wurde dabei alles genauestens getestet. Ich möchte mit dem Eingangsbereich beginnen. Hier ist die ausfahrbare Treppe ganz praktisch, jedoch nicht als Schuhablage geeignet. Wer nicht mit den Straßenschuhen den Innenraum betreten will, muss hier die Schuhe davor ausziehen und draußen lassen oder im Innenraum verstauen. Hier wäre eine ausklappbare Schuhablage neben der Eingangstür praktisch. Die Armaturen auf der linken Seite im Eingangsbereich sind sehr hilfreich. Vor allem die Anzeigen für Strom und (Ab-)Wasser geben wichtige Hinweise. Zuerst war ich mir nicht sicher, ob die Wasseranzeige funktionierte, da ich der Meinung war, ausreichend Wasser getankt zu haben. Doch bei über 100 Litern Kapazität kann man schon mal die Übersicht verlieren. Die Sitzgruppe ist sehr gemütlich und bietet ausreichen Platz, wobei die Nutzung an diesem Wochenende überschaubar war. Ebenso wurde das Hubbett über der Sitzgruppe nur zu Vorzeigezwecken heruntergelassen und wieder hoch, alles problemlos. Interessant wurde es bei der ersten abendlichen Durchlüftung. Von den vier Dachfenstern gehen alle vier durch ein anderes System auf, bei den Seitenfenstern sind immerhin noch drei verschiedene Systeme verbaut. Warum das Ganze so ist, konnte ich nicht nachvollziehen. Diese Eigenheit bedeutet jetzt keine große Komfort-Einbuße, auch wenn sie anfangs verwundert. In der Küche sind die Regale äußerst intelligent verbaut und bieten Platz für eine umfangreiche Ausstattung. Da der Herd kalt blieb, gehe ich gleich eine Station weiter zum Kühlschrank. Dieser wurde über das Wochenende mit Gas betrieben und funktionierte einwandfrei. Ebenso das Gefrierfach, das ich aber gerne ausgeschaltet hätte, da es nicht in Verwendung war. Leider gibt es diese Option nicht. Gegenüber ist das „Badezimmer“. In diesem wurde sowohl kalt (weil ich vergaß den Boiler einzuschalten), als auch heiß (diesmal wurde der Boiler eine halbe Stunde vorher in Betrieb genommen) geduscht. Trotz des begrenzten Platzangebots in der Nasszelle, konnte man sich darin gut bewegen. Die chemische Toilette war ebenso im Einsatz. Hier ist der Platz wirklich sehr begrenzt und durch die kleine Toilettenkassette, ist sie auch nicht als „Hauptklo“ zu sehen, sondern eher als Ersatz für externe sanitäre Einrichtungen. Zuletzt noch ein Statement zum hinteren Schlafbereich. Die Matratze ist wirklich angenehm und der Schlaf war es folglich auch. Das Dachfenster gewährte uns tatsächlich einen Blick auf die Sterne und dank Fliegengitter(die übrigens an jedem Fenster angebracht sind) auch eine ruhige Nacht mit guter Frischluftzufuhr. Nur das Öffnen und Schließen des Fensters erfordert teilweise einen Kraftakt. Gerne hätte ich noch eine Ablagefläche auf beiden Seiten des Bettes vorgefunden, sowie einen Lichtschalter vor dem Schlafbereich. Über den Außenbereich möchte ich keine großen Worte verlieren. Der Platz in der „Garage“ ist enorm, die Anschlüsse lassen sich gut bedienen und schön ist das Reisemobil ohnehin!

Fazit

Was soll man zu diesem Wohnmobil sagen, außer dass es ein wahrer Urlaubswohnraum ist. Es bietet dank den verwendeten Materialen und Farben schnell ein „Zuhause-Gefühl“ und beinhaltet alles, was man zum Leben benötigt. Die kleinen Mängel bedeuten keinen Komfortverlust. Die Vorfreude auf den nächsten Ausflug, der ein richtiger Urlaub sein wird, ist groß. Wir werden wieder berichten!

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