Der Niederrhein zeigt vier völlig verschiedene Gesichter. Im Frühjahr erwacht die Region zu neuem Leben, wenn die Obstbäume blühen und die ersten Radfahrer die Knotenpunkt-Wege erobern. Im Sommer locken Badeseen und lange Tagestouren bis in den späten Abend. Der Herbst taucht die Wälder in goldene Farben und schenkt dir eine Ruhe, die du in der Hochsaison vergeblich suchst. Und im Winter? Da wird der Niederrhein zur stillen Bühne für Weihnachtsmärkte, Wellness-Auszeiten und klare Winterspaziergänge.
Die Frage ist nicht, OB du den Niederrhein mit dem Wohnmobil bereisen solltest. Die Frage ist: WANN passt die Region am besten zu deinen Vorstellungen vom perfekten Stellplatz-Urlaub? In diesem Jahreszeiten-Guide zeigen wir dir, was dich zu jeder Jahreszeit am Niederrhein erwartet und welche der 23 Partnerstellplätze von Niederrhein Tourismus sich wann besonders lohnen.
© gymi media GmbH/Niederrhein Tourismus GmbHFrühjahr am Niederrhein: Wenn die Landschaft erwacht
Der Niederrhein im Frühjahr ist eine Entdeckung für alle, die dem Massentourismus entgehen wollen. Während andere Regionen schon im April aus allen Nähten platzen, erlebst du hier noch echte Ruhe. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 10 und 18 Grad, ideal für ausgedehnte Radtouren ohne ins Schwitzen zu geraten. Das Wetter ist zwar wechselhaft, aber meist trocken genug, um den ganzen Tag draußen zu sein.
Besonders reizvoll ist die Obstbaumblüte entlang des Rheins. Ende März bis Anfang Mai verwandeln sich die Felder zwischen Rees und Emmerich in ein weißes und rosa Blütenmeer. Wenn du mit dem Wohnmobil am Rheinufer stehst und morgens von Vogelgezwitscher geweckt wirst, während der Blick über blühende Obstplantagen schweift, verstehst du, warum Niederrhein-Fans so begeistert von dieser Jahreszeit schwärmen.
Ein weiteres Highlight im Frühjahr ist die Spargelsaison, die etwa Mitte April startet und bis Ende Juni läuft. Der Niederrhein ist zwar keine klassische Spargelregion wie Brandenburg, aber es gibt durchaus Höfe, die frischen weißen und grünen Spargel verkaufen. Auf deiner Wohnmobil-Tour kannst du bei den Hofläden Halt machen, dir frischen Spargel für die Bordküche kaufen und gleichzeitig hausgemachte Marmeladen oder frisch gepressten Apfelsaft mitnehmen.
Das Radfahren im Frühjahr hat einen ganz besonderen Vorteil: Die Wege sind noch nicht überfüllt, und du kannst das Knotenpunktsystem in aller Ruhe kennenlernen. Das niederrheinische Knotenpunktnetz ist eines der besten in Deutschland. An jedem Knotenpunkt findest du eine Nummer und Hinweisschilder zu den nächsten Punkten. So planst du deine Radtour spontan und musst keine komplizierten GPS-Tracks herunterladen.
Top 3 Stellplätze für den Frühling
Rees (Reisemobilstellplatz Ebentalstraße): Mit 46 Plätzen einer der größeren Stellplätze in direkter Rheinnähe. Von hier aus startest du perfekt zu Radtouren entlang des Rheindeichs und durch die blühenden Obstplantagen. Die Altstadt von Rees ist fußläufig erreichbar.
Kranenburg (Reisemobilstellplatz Am Sportzentrum): 30 Plätze in ruhiger Lage mit direktem Zugang zum Reichswald. Im Frühjahr kannst du hier Zugvögel beobachten und die ersten Waldblumen entdecken. Perfekt für Naturliebhaber, die Ruhe suchen.
Geldern (Reisemobilstellplatz Am Waldfreibad): 64 Plätze auf Rasenschotter, ruhig gelegen. Das Freibad öffnet meist erst im Mai, aber der See daneben ist schon im April ein schöner Ort für Spaziergänge. Ideal für entspannte Tage ohne Trubel.
Patrick Gawandtka/Niederrhein Tourismus GmbHSommer am Niederrhein: Badeseen, Radtouren und laue Abende
Der Sommer ist Hochsaison am Niederrhein, und das aus gutem Grund. Bei Temperaturen zwischen 20 und 28 Grad kommen alle Vorzüge der Region zur Geltung: lange Radtouren in den hellen Abendstunden, erfrischende Badeseen direkt am Stellplatz und Open-Air-Veranstaltungen in den historischen Altstädten. Bis nach 21:30 Uhr ist es hell, sodass du selbst nach dem Abendessen noch eine kleine Runde auf dem Rad drehen kannst.
Die Badeseen sind das Sommerglück vieler Niederrhein-Besucher. Der Holländer See in Geldern ist dabei ein echtes Juwel: Sandstrand, Spielplatz für Kinder und der Reisemobilstellplatz liegt nur wenige Meter entfernt. Du stellst dein Wohnmobil ab, schnappst dir die Badesachen und bist in drei Minuten am Wasser. Ähnlich komfortabel ist der Stellplatz am Lago in Heinsberg, wo das Freizeitbad direkt nebenan liegt. Wer es naturbelassener mag, findet am Wisseler See in Kalkar einen Campingpark mit Seezugang, der Stellplätze und Campingplätze kombiniert.
Im Sommer lohnen sich auch die langen Radtouren. Durch die langen Tageslichtstunden schaffst du problemlos 50 bis 80 Kilometer, ohne in Zeitdruck zu geraten. Eine beliebte Rundtour führt von Kleve über Goch nach Geldern und wieder zurück, etwa 65 Kilometer durch das Herz des Niederrheins. Du fährst durch kleine Dörfer, vorbei an Bauernhöfen, durch schattige Wälder und immer wieder entlang der typischen Kopfbaum-Alleen, die dem Niederrhein sein unverwechselbares Gesicht geben.
Kulturell hat der Sommer ebenfalls einiges zu bieten. In den Altstädten von Goch, Kleve und Kempen finden regelmäßig Sommerfeste, Konzerte und Märkte statt. Den aktuellen Veranstaltungskalender von Niederrhein Tourismus solltest du dir vor der Reise ansehen, um keine Highlights zu verpassen.
Eines solltest du allerdings wissen: Der Sommer ist auch die Zeit, in der die Stellplätze am vollsten sind. Besonders während der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen (meist Mitte Juli bis Ende August) sind beliebte Plätze schnell ausgebucht. Wer spontan unterwegs ist, sollte in dieser Zeit eher die kleineren, weniger bekannten Stellplätze ansteuern oder in der Nebensaison kommen.
Top 3 Stellplätze für den Sommer
Geldern (Reisemobilstellplatz Am Holländer See): 50 Plätze direkt am See mit Sandstrand, Ver- und Entsorgung, Stromanschluss und WLAN. Im Sommer DIE erste Adresse für Familien mit Kindern. Absolute Voranmeldung empfohlen!
Heinsberg (Reisemobilstellplatz Heinsberg am Lago): 44 Plätze auf Rasenschotter, Freizeitbad nebenan, gut für Schlechtwetter-Tage. Hundefreundlich und mit allen wichtigen Anschlüssen ausgestattet.
Brüggen (Heide Resort Brüggen): Kombination aus Reisemobilstellplatz und Campingplatz in naturschöner Lage. Perfekt für alle, die die typische Camping-Atmosphäre mit Gemeinschaftsgefühl suchen. Schwimmbad, Toiletten, Duschen, WLAN: alles da.
Andreas Baum/Niederrhein Tourismus GmbHHerbst am Niederrhein: Goldene Ruhe und intensive Farben
Der Herbst ist die unterschätzte Jahreszeit am Niederrhein. Während im Sommer die Stellplätze voll sind, kehrt ab September eine wohltuende Ruhe ein. Die Temperaturen liegen noch bei angenehmen 12 bis 20 Grad im September und Oktober, perfekt für ausgedehnte Radtouren ohne die sommerliche Hitze. Ab November wird es kühler, aber gerade dann zeigt sich der Niederrhein von seiner stimmungsvollsten Seite: Nebel über den Feldern, Raureif an den Kopfbäumen, klare Herbstluft.
Die Herbstfärbung in den Wäldern rund um Brüggen, Niederkrüchten und im Reichswald bei Kranenburg ist spektakulär. Wenn du mit dem Wohnmobil auf einem der waldnahen Stellplätze stehst und morgens in die neblige Landschaft blickst, während sich die Bäume in leuchtendem Gelb und Orange verfärben, erlebst du den Niederrhein von seiner malerischsten Seite. Für Fotografen ist der Herbst die beste Jahreszeit: goldenes Licht, lange Schatten, dramatische Wolkenstimmungen.
Der Herbst ist auch die Zeit der Genussrouten. Viele Bauernhöfe verkaufen jetzt Kürbisse in allen Variationen, frische Äpfel und hausgemachten Most. Einige Hofläden bieten auch Kürbissuppe und frisch gebackenen Apfelkuchen an - ein perfekter Zwischenstopp auf der Radtour. Wer gerne in der Natur unterwegs ist, kann in einigen Gebieten sogar Pilze sammeln (vorher informieren, wo es erlaubt ist!).
Ein besonderes Naturschauspiel erwartet dich Ende September und Anfang Oktober: der Kranichzug. Tausende Kraniche rasten auf den Feldern zwischen Geldern und Goch, bevor sie weiter nach Süden ziehen. Mit etwas Glück kannst du die großen Vögel aus nächster Nähe beobachten, ein unvergessliches Erlebnis, das viele Wohnmobilisten extra in Kauf nehmen.
Der große Vorteil des Herbstes liegt in der Ruhe und den Preisen. Die meisten Stellplätze sind nur zu einem Bruchteil belegt, du hast also viel Platz und Privatsphäre. Viele Betreiber bieten in der Nebensaison günstigere Tarife an. Wenn du außerdem als digitaler Nomade unterwegs bist und einen ruhigen Ort mit WLAN suchst, ist der Herbst am Niederrhein perfekt: 13 der 23 Partnerstellplätze bieten WLAN, und du hast den Platz quasi für dich allein.
Top 3 Stellplätze für den Herbst
Niederkrüchten (Camping Lelefeld oder Campingplatz Graskamp): Beide Plätze liegen mitten in der Natur mit direktem Zugang zu herbstlichen Wäldern. Camping Graskamp hat 15 Campingplätze und 11 Wohnmobilstellplätze, bietet Toiletten, Duschen, Ver- und Entsorgung, Strom, WLAN und ist barrierefrei. Perfekt für Ruhesuchende.
Grefrath (Wohnmobilstellplatz Niers-Perle-Oedt): Kleiner, authentischer Stellplatz mit 7 Plätzen. Hier erlebst du den Niederrhein abseits der Touristenströme. Stromanschluss, hundefreundlich und sehr gemütlich.
Kempen (Reisemobilpark Kempen am Aqua-sol): 29 Plätze mit direktem Zugang zum Thermalbad. Wenn die Tage kühler werden, ist ein Besuch in der Therme nach einer Radtour durch herbstliche Landschaften ein besonderer Genuss.
© Patrick Gawandtka/Niederrhein Tourismus GmbHWinter am Niederrhein: Weihnachtsmärkte, Wellness und stille Schönheit
Der Winter ist die leiseste Jahreszeit am Niederrhein. Während andere Wohnmobil-Regionen in den Winterschlaf fallen, hat der Niederrhein gerade zwischen Dezember und Februar einen besonderen Reiz. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 0 und 8 Grad, Schnee ist selten, aber nicht ausgeschlossen. Häufiger ist Raureif, der die Kopfbäume in glitzernde Kunstwerke verwandelt und morgens für magische Fotomomente sorgt.
Die Weihnachtsmärkte sind ein echtes Highlight im Winter. Kleve, Kempen und Goch verwandeln ihre historischen Marktplätze in stimmungsvolle Weihnachtswelten. Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt in Kempen ist besonders reizvoll, während Kleve mit seinem Schlossgarten und der Altstadt eine romantische Kulisse bietet. Mit dem Wohnmobil direkt zum Weihnachtsmarkt zu fahren, hat einen ganz besonderen Charme: Du parkst auf dem Stellplatz, schlenderst über den Markt, trinkst Glühwein und kehrst in dein warmes Wohnmobil zurück, statt lange nach Hause fahren zu müssen.
Für Wellness-Liebhaber ist der Winter am Niederrhein ebenfalls perfekt. Der Reisemobilpark Kempen liegt direkt am Aqua-sol, einer Therme mit mehreren Becken, Saunen und Wellnessbereich. Nach einer kurzen Winterwanderung durch die kahle, klare Landschaft in die warme Therme einzutauchen, ist ein Luxus, den viele Wohnmobilisten zu schätzen wissen.
Das Winterwandern am Niederrhein ist anders als in den Alpen, aber nicht weniger schön. Die flache Landschaft ermöglicht auch bei Kälte entspannte Touren von 10 bis 15 Kilometern. Die Kopfbaum-Alleen, die im Sommer schattige Tunnel bilden, zeigen im Winter ihre bizarre Schönheit. Wer früh morgens unterwegs ist, kann den Raureif glitzern sehen, bevor die Sonne ihn zum Schmelzen bringt.
Ist Winter-Camping am Niederrhein machbar? Die ehrliche Antwort lautet: Ja, aber mit Einschränkungen. Nicht alle Stellplätze sind ganzjährig geöffnet, deshalb solltest du vorher prüfen, welche Plätze im Winter verfügbar sind. Dein Wohnmobil sollte winterfest sein: funktionierende Heizung, Isolierung und Frostschutz für die Wasserleitungen sind Pflicht. Der Vorteil: absolute Ruhe, einzigartige Atmosphäre und ein authentisches Niederrhein-Erlebnis fernab des Massentourismus. Der Nachteil: Manche Ver- und Entsorgungsstationen sind im Winter geschlossen oder nur eingeschränkt nutzbar.
Top 3 Stellplätze für den Winter
Kempen (Reisemobilpark Kempen am Aqua-sol): Die Therme direkt nebenan macht diesen Stellplatz zur Winterwellness-Oase. 29 Plätze, Ver- und Entsorgung, Strom, hundefreundlich.
Kleve (Stellplatz van den Bergh-Straße): 32 Plätze in zentraler Lage, der Weihnachtsmarkt ist fußläufig erreichbar. Perfekt für einen Wochenend-Trip in der Adventszeit.
Uedem (Reisemobilstellplatz an der Bergstraße): 26 Plätze in ruhiger Lage, oft ganzjährig geöffnet. Ver- und Entsorgung, Strom, WLAN und barrierefrei. Ideal für alle, die dem Winter in aller Ruhe begegnen wollen.
© gymi media GmbH/Niederrhein Tourismus GmbHWelche Jahreszeit passt zu dir?
Du bist Radfahrer und liebst lange Tagestouren? Dann ist der Sommer deine Jahreszeit, denn du kannst bis 21:30 Uhr im Hellen fahren. Wenn du allerdings Menschenmassen meidest, ist das Frühjahr die bessere Wahl: angenehme Temperaturen, blühende Landschaften und leere Radwege.
Du bist Ruhesuchender und magst es, wenn du den Stellplatz fast für dich allein hast? Herbst und Winter sind deine Jahreszeiten. Im Herbst hast du noch angenehme Temperaturen für Outdoor-Aktivitäten, im Winter wird es richtig still.
Du reist mit Familie und Kindern? Der Sommer bietet die meisten Möglichkeiten: Badeseen, Spielplätze, warmes Wetter und lange Tage. Aber Achtung: beliebte Plätze können voll werden.
Du bist Fotografie-Fan? Der Herbst mit seinen Nebelschwaden und der Herbstfärbung oder der Winter mit Raureif und klarer Luft sind deine besten Freunde.
Du liebst Kultur und Events? Der Winter punktet mit Weihnachtsmärkten, das Frühjahr mit kulturellen Veranstaltungen zum Saisonstart. Den aktuellen Veranstaltungskalender findest du bei Niederrhein Tourismus.
Du bist Genussreisender? Frühjahr (Spargel!) und Herbst (Kürbis, Äpfel, Most) sind kulinarisch die spannendsten Jahreszeiten.
Du reist mit kleinem Budget? Herbst und Winter bieten oft Nebensaison-Preise und deutlich mehr Auswahl bei freien Plätzen.
Dein Niederrhein wartet zu jeder Jahreszeit
Jede Jahreszeit hat am Niederrhein ihren ganz eigenen Reiz. Ob du die Obstblüte im Frühjahr erleben, im Sommer in Badeseen eintauchen, die herbstliche Ruhe genießen oder auf Weihnachtsmärkten Glühwein trinken möchtest, die Region empfängt dich mit offenen Armen. Die 23 Partnerstellplätze von Niederrhein Tourismus bieten dir das ganze Jahr über die perfekte Basis für deine Entdeckungstouren.
Unser Tipp: Probiere mindestens zwei verschiedene Jahreszeiten aus. Du wirst überrascht sein, wie unterschiedlich sich der Niederrhein zeigt und wie jede Jahreszeit ihre eigenen kleinen Wunder bereithält.
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